Traumasensible Schulungen & Beratung

für Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen

Praxisnah. Evidenzbasiert. Nachhaltig

 
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ZIELGRUPPEN

Traumasensibel arbeiten

Meine Angebote richten sich an Fachkräfte und Teams in folgenden Arbeitsfeldern:

  • Jegliches Personal mit Kontakt zu betroffenen Patienten/-innen

  • Mitarbeitende des Pflege- und Erziehungsdienstes

  • Alle Mitarbeitenden des therapeutischen Dienstes

  • Interessierte aus allen sozialen Berufsgruppen

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SCHULUNGSANGEBOTE

Verstehen.
Unterstützen.
Begleiten.

 
  • Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Psychotraumatologie weiß ich, dass traumatische Erfahrungen zu intensiven Gefühlen von Ohnmacht und Verzweiflung führen können. Gleichzeitig sind die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung als normale Reaktionen auf extreme Belastungen zu verstehen, die evolutionsbiologisch dem Überleben dienen.

    Der professionelle Umgang mit traumatisierten Patient*innen erfordert eine Balance zwischen der Validierung des Erlebten und dem behutsamen Aufzeigen neuer Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Sicherheit, Selbstbestimmung und Kontrolle über das eigene Leben schrittweise zurückzugewinnen und – im besten Fall – an den traumatischen Erfahrungen zu wachsen.

    Dieses Seminar unterstützt die Teilnehmenden dabei, zentrale Symptome und Zusammenhänge von Traumafolgestörungen zu verstehen. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken, um Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, Hilflosigkeit zu reduzieren, Ressourcen zu stärken und Resilienzfaktoren zu fördern – im Sinne eines gemeinsamen, tragenden Umgangs mit dem Erlebten.

    Inhalte

    • Theoretische Grundlagen der Psychotraumatologie

    • Grundlagen professioneller Kommunikation

    • Beziehungsgestaltung im Umgang mit Menschen mit PTBS

    • Stabilisierung als zentrales Aufgabenfeld

      • Stabilisierungstechniken

      • Distanzierungs- und Achtsamkeitsübungen

    • Triggeridentifikation und Krisenintervention bei

      • selbstverletzendem Verhalten

      • Suizidalität

      • Dissoziationen

      • Flashbacks

    • Fallbesprechungen aus der Praxis der Teilnehmenden

    • Entwicklung einer hilfreichen Haltung unter Berücksichtigung des eigenen Arbeitsstils

    • Erfahrungsaustausch

    • Selbstfürsorge und Psychohygiene

    Rahmenbedingungen

    • Inhouse-Schulung

    • Max. 20 Teilnehmende

    • Dauer: 2 × 1 Tag à 8 Unterrichtsstunden
      (ein zusätzlicher Reflexionstag nach 3–4 Monaten wird empfohlen)

    • Format: digital oder in Präsenz

    Zielgruppe

    Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende des Pflege- und Erziehungsdienstes, Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende aus den therapeutischen Diensten, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen.

  • Der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen, die Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung oder Missbrauch erfahren haben oder noch erfahren, stellt eine besondere Herausforderung für Fachkräfte dar. Anhaltende Traumatisierungen können das eigene Hilflosigkeitserleben verstärken und sowohl menschlich als auch fachlich an Grenzen führen.

    Kinder und Jugendliche entwickeln häufig harte Überlebensstrategien, die zunächst irritierend oder herausfordernd wirken können. Diese Strategien gilt es zu verstehen und wertzuschätzen – erst dann werden Veränderungsprozesse möglich und Beziehung gestaltbar.

    Dieses Seminar unterstützt die Teilnehmenden dabei, ein vertieftes Verständnis für diese Zusammenhänge zu entwickeln und einen sichereren, reflektierten Umgang mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen zu finden. Im Fokus stehen insbesondere Beziehungsdynamiken, selbstverletzendes Verhalten, Dissoziationen und akute Krisensituationen.

    Inhalte

    • Theoretische Grundlagen der Psychotraumatologie

    • Folgen psychischer Traumatisierungen in der kindlichen und adoleszenten Entwicklung

    • Grundlagen professioneller Kommunikation

    • Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern

    • Stabilisierung als zentrales Aufgabenfeld

      • Stabilisierungstechniken

      • Distanzierungs- und Achtsamkeitsübungen

    • Triggeridentifikation und Krisenintervention bei

      • selbstverletzendem Verhalten

      • Dissoziationen

      • Flashbacks

    • Transgenerationale Traumatisierung

    • Elternarbeit

    • Sekundäre Traumatisierung

    • Erfahrungsaustausch und Fallbeispiele

    • Selbstfürsorge und Psychohygiene

    Rahmenbedingungen

    • Inhouse-Schulung

    • Max. 20 Teilnehmende

    • Dauer: 2 × 1 Tag à 8 Unterrichtsstunden
      (ein zusätzlicher Reflexionstag nach 3–4 Monaten wird empfohlen)

    • Format: digital oder in Präsenz

    Zielgruppe

    Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende des Pflege- und Erziehungsdienstes, Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende aus den therapeutischen Diensten, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen.

  • Patientin XY manipuliert und spaltet das Team*“ – eine Aussage, die in der Arbeit mit Menschen mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ früher oder später häufig fällt. Sie ist Ausdruck der hohen emotionalen Belastung, die diese Arbeit mit sich bringt.

    Fachkräfte bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen Mitgefühl angesichts großen Leids und Gefühlen von Ärger, Ohnmacht oder Unverständnis bei Grenzverletzungen, Selbstschädigung oder suizidalem Verhalten. Diese Dynamiken fordern nicht nur individuell, sondern zeigen sich auch auf Teamebene: Während einige Mitarbeitende sich schützend vor die Patient*innen stellen, setzen andere stärker auf Abgrenzung und Regelkonformität. Nicht selten führen diese unterschiedlichen Haltungen zu konflikthaften, ergebnislosen Diskussionen im Team.

    Was hilft im professionellen Umgang mit Menschen, die uns an persönliche Grenzen bringen?

    Forschungsergebnisse zeigen, dass sich bei vielen Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung komplexe Traumaerfahrungen finden. Vor allem frühe, bedrohliche Beziehungserfahrungen – etwa durch Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung oder emotionale Verfügbarkeit von Bezugspersonen – prägen die Entwicklung der Symptomatik. Beziehung aufrechterhalten zu müssen, auch unter schmerzhaften Bedingungen, wird zur Überlebensstrategie.

    Für Behandlungsteams ist es daher zentral, diese Zusammenhänge zu verstehen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um belastende Beziehungsdynamiken nicht weiter zu verstärken, sondern im besten Fall korrigierend zu wirken. Fachliches Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten helfen dabei, aus Kreisläufen von Hilflosigkeit und Frustration auszusteigen und handlungsfähig zu bleiben.

    Dieses Seminar unterstützt die Teilnehmenden dabei, ein vertieftes Verständnis für diese Zusammenhänge zu entwickeln und einen sichereren, reflektierten Umgang im Pflege- und Betreuungsalltag zu finden – insbesondere im Kontext von Beziehungsgestaltung, selbstverletzendem Verhalten, Suizidalität, Dissoziationen und starken Affektzuständen.

    Inhalte

    • Theoretische Grundlagen der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (Borderline-Typ)

    • Psychotraumatologische Zusammenhänge

    • Grundlagen professioneller Kommunikation

    • Beziehungsgestaltung im Umgang mit Borderline-Patient*innen

    • Bedeutung von Regeln und klaren Absprachen

    • Stabilisierung als zentrales Aufgabenfeld

      • Stabilisierungstechniken

      • Distanzierungs- und Achtsamkeitsübungen

    • Stressabbau durch Skills aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (nach Linehan/Bohus)

    • Triggeridentifikation und Krisenintervention bei

      • selbstverletzendem Verhalten

      • Suizidalität

    • Fallbesprechungen aus der Praxis der Teilnehmenden

    • Entwicklung einer hilfreichen, professionellen Haltung unter Berücksichtigung des eigenen Arbeitsstils

    • Selbstfürsorge

    Rahmenbedingungen

    • Inhouse-Schulung

    • Max. 20 Teilnehmende

    • Dauer: 2 × 1 Tag à 8 Unterrichtsstunden

    • Format in Präsenz oder digital

    • Zielgruppe: Mitarbeitende des Pflege- und Erziehungsdienstes, Mitarbeitende aus den therapeutischen Diensten, Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen

  • In der Pflege, sei es in Psychiatrien, Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, erleben Pflegekräfte häufig gewalttätige Übergriffe. Es ist beständig, dass wir uns nicht nur mit verbalen Angriffen, sondern auch mit physischen Übergriffen von Patienten, Angehörigen oder anderen Besuchern auseinandersetzen müssen. Diese Angriffe führen oft zu schweren Verletzungen und langfristigen Schäden, sei es physisch oder psychisch. Als Pflegekräfte ist es wichtig, nicht nur fachgerecht zu handeln, sondern auch angemessen auf Gewalt zu reagieren. Nach traumatischen Erfahrungen können extreme Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung auftreten. Die posttraumatische Belastungsstörung, die daraus resultieren kann, ist eine natürliche Reaktionen unseres Organismus, die evolutionär bedingt ist, um unser Überleben zu sichern.

    Es ist eine Herausforderung, mit traumatisierten Kolleginnen und Kollegen umzugehen. Die erste Unterstützung durch Kollegen in den ersten 48 Stunden nach einem möglicherweise traumatischen Ereignis ist von entscheidender Bedeutung. Diese schnelle Hilfe vor Ort, sei es durch Zuhören oder das Entfernen der Situation, kann dazu beitragen, das Risiko einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu mindern. Dabei gilt es, die Bedeutung des Erlebten anzuerkennen und gleichzeitig neue Wege aufzuzeigen, um Sicherheit, Selbstbestimmung und Kontrolle zurückzugewinnen.

    Dieses Seminar bietet die Chance, tiefergehende Einblicke in die Auswirkung von Gewalt in der Pflege zu gewinnen und praktische Ansätze zur Bewältigung von Traumafolgen zu erlernen.

    Inhalte:

    • Theoretische Grundlagen der Psychotraumatologie

    • Grundlagen der Kommunikation

    • Bedeutung der Validierung / Anerkennung des Leidens

    • Stabilisierung als zentrales Aufgabenfeld: Durchführung von Stabilisierungstechniken, Distanzierungsübungen und Achtsamkeitsübungen

    • Besprechung von Fallbeispielen der TeilnehmerInnen

    • Entwicklung einer helfenden Haltung unter Beachtung des eigenen Stils

    • Erfahrungsaustausch

    • Selbstfürsorge und Psychohygiene

    Inhouse Schulung

    Max. 20 TeilnehmerInnen

    Zeitumfang: Tagesveranstaltung ( 8UE)

    Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an alle interessierten MitarbeiterInnen

  • Forschungsergebnisse zeigen, dass ein überstandener Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere lebensbedrohliche Erkrankungen bei Betroffenen eine Traumafolgestörung auslösen können. Traumatische Erfahrungen entstehen insbesondere in Situationen extremer Ohnmacht und Verzweiflung, wie sie bei akuter Lebensbedrohung häufig auftreten.

    In der Folge kann sich ein Vertrauensverlust in die Unversehrtheit des eigenen Körpers entwickeln, ebenso wie Zweifel an der Wirksamkeit medizinischer Behandlungen oder an den handelnden Personen. Hinzu kommt oftmals eine tiefsitzende Angst vor einer Wiederholung der traumatischen Erfahrung. Im somatischen Kontext kann dies zu erheblichen Schwierigkeiten führen – etwa wenn notwendige MRT-Untersuchungen aufgrund von Panik nicht durchgeführt werden können, Blutentnahmen zur Belastungsprobe werden oder lebenswichtige Operationen und Therapien verweigert werden. Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Umgang mit Angehörigen. Auch sie erleben die Situation häufig als hochgradig belastend und können durch das Gefühl von Hilflosigkeit traumatisiert werden. Dies gilt ebenso für Pflegekräfte und medizinisches Personal, die in diesen emotionalen Extremsituationen dauerhaft gefordert sind.

    Dieses Seminar unterstützt dabei, die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Somatik und Trauma zu verstehen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, um potenziellen Traumatisierungen im Klinikalltag entgegenzuwirken. Traumasensibilität eröffnet Lösungswege, mit denen durch kleine Interventionen – wie transparente Aufklärung oder die Förderung von Kontrollerfahrungen – eine große Wirkung erzielt werden kann.

    Die Teilnehmenden lernen, durch gezielte Einflussnahme das eigene Hilflosigkeitsempfinden zu reduzieren und vorhandene Ressourcen bewusster wahrzunehmen. Ziel ist es, die wichtigen Beiträge sichtbar zu machen, die Fachkräfte bereits im Arbeitsalltag zur Verhinderung von Traumafolgestörungen leisten – und künftig noch leisten können.

    Inhalte

    • Einführung in die Grundlagen der Psychotraumatologie

    • Posttraumatische Belastungsstörung als Erkrankung

    • Fachinformationen zur sekundären Traumatisierung

    • Anzeichen von Überbelastung erkennen und frühzeitig gegensteuern

    • Stabilisierung als zentrales Aufgabenfeld

      • Stabilisierungstechniken

      • Distanzierungsübungen

      • Achtsamkeitsübungen

    • Besprechung von Fallbeispielen der Teilnehmenden

    • Entwicklung einer hilfreichen, professionellen Haltung unter Berücksichtigung des eigenen Stils

    • Selbstfürsorge und Psychohygiene

    Rahmenbedingungen

    • Inhouse-Schulung

    • Max. 20 Teilnehmende

    • Zeitumfang: Tagesveranstaltung (8 Unterrichtsstunden)

    Zielgruppe

    Die Fortbildung richtet sich an alle interessierten Mitarbeitenden im Krankenhaus, insbesondere aus Pflege, medizinischen Diensten und angrenzenden Arbeitsbereichen.

  • Helfende Berufsgruppen wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Therapeutinnen, Psychologinnen, Ärztinnen, Pflegekräfte, Sozialarbeiterinnen und weitere Fachkräfte sind in ihrer Arbeit häufig mit schweren Schicksalen, Leid und existenziellen Krisen anderer Menschen konfrontiert. Diese Nähe zu belastenden Erfahrungen wirft die Frage auf, wie Helfer*innen mit diesen Eindrücken umgehen und was sie benötigen, um langfristig gesund zu bleiben.

    Während es einigen gelingt, sich nach der Arbeit gut abzugrenzen, entwickeln andere im Laufe der Zeit selbst Symptome einer Traumatisierung. Diese entstehen häufig schleichend, unbemerkt oder unbewusst und können sowohl den beruflichen Alltag als auch das private Leben erheblich beeinträchtigen.Dieses Seminar widmet sich dem Phänomen der sekundären Traumatisierung, auch bekannt als Mitgefühlserschöpfung oder Compassion Fatigue. Sie stellt ein ernstzunehmendes Berufsrisiko im psychosozialen und medizinischen Arbeitsfeld dar. Umso wichtiger ist es, präventiv hinzuschauen und Möglichkeiten zu entwickeln, die eigene psychische Gesundheit zu schützen.

    Die berufliche Realität erfordert häufig eine emotionale Distanzierung von belastenden Situationen. In der Arbeit mit traumatisierten Menschen gelingt dies jedoch nicht immer. Um langfristig handlungsfähig zu bleiben, braucht es Wissen, Selbstwahrnehmung und konkrete Strategien im Umgang mit Belastung.

    Die Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit von Helferinnen ist dabei kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil professioneller Arbeit. Sie ist sowohl eine individuelle Aufgabe als auch eine Verantwortung der Organisationen, in denen Helferinnen tätig sind.

    Dieses Angebot schafft Raum für Reflexion, Entlastung und praktische Unterstützung mit dem Ziel, mentale und emotionale Gesundheit im helfenden Beruf nachhaltig zu stärken.

    Mögliche Inhalte des Fürsorgetages

    • Fachinformationen zur sekundären Traumatisierung

    • Anzeichen von Überbelastung erkennen und frühzeitig gegensteuern

    • Konkrete Anleitung zur Stressreduktion

    • Handwerkszeug im Umgang mit

      • akuter Angst

      • Niedergeschlagenheit

      • Schlafstörungen und belastenden Gedanken

    • Praktisches Üben von Selbsthilfe- und Selbstfürsorgestrategien

    • Entlastung und Stabilisierung durch Austausch

    Rahmen

    • Inhouse-Coaching / Fürsorgetag

    • Umfang und Intensität werden individuell an die Bedürfnisse und Wünsche des Teams angepasst

  • Haltung entwickeln – gemeinsam handlungsfähig bleiben

    Die professionelle Arbeit mit Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und sichtbar leiden, stellt für Fachkräfte eine besondere Herausforderung dar. Die oft erschütternden Schicksale berühren persönlich und können die eigenen Kräfte sowie die Fähigkeit, hilfreich zu handeln, an Grenzen bringen.

    Hilfreich sind Strategien, die sowohl den einzelnen Mitarbeitenden als auch das Team als Ganzes stärken. Immer wieder zeigt sich dabei: Das Team ist eine der wichtigsten Ressourcen, wenn es darum geht, Menschen professionell zu begleiten, die uns an unsere persönlichen Grenzen führen.

    Das traumasensible Teamcoaching orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden und greift das Konzept zielgruppenorientierter Interventionen auf. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer gemeinsamen, traumasensiblen Haltung, die Sicherheit, Orientierung und gegenseitige Unterstützung im Arbeitsalltag ermöglicht.

    Das Coaching basiert auf zwei zentralen Säulen:

    • Psychoedukation (Grundlagen der Psychotraumatologie)

    • Anleitung zur Selbsthilfe und Selbstfürsorge

    Abhängig vom Informationsstand und der aktuellen Bedarfslage des Teams werden zudem Grundlagen zu Stress- und Belastungsreaktionen vermittelt. Selbstwahrnehmungsübungen unterstützen dabei, eigene Grenzen besser zu erkennen. In Verbindung mit stressausgleichenden Maßnahmen kann so die Arbeitsfähigkeit langfristig erhalten und gestärkt werden.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Würdigung der eigenen Leistungen und der gemeinsamen Sinngebung der Arbeit. Dies fördert nicht nur die Arbeitszufriedenheit, sondern stärkt auch den Zusammenhalt im Team. Ziel des Teamcoachings ist es, Mitarbeitende zu befähigen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu entlasten.

    Ziele des Teamcoachings

    • Verbesserung des Umgangs mit psychischen Belastungen im Arbeitsalltag

    • Entwicklung individueller und gemeinsamer Strategien

    • Prävention möglicher psychischer Störungen und Erkrankungen

    • Erhaltung der Arbeitsfähigkeit

    • Steigerung der Arbeitszufriedenheit

    Mögliche Themen im Teamcoaching

    • Fachwissen und Aufklärung zur sekundären Traumatisierung

    • Förderung eines offenen Miteinanders und gegenseitigen Verständnisses

      • z. B. durch Befindlichkeitsrunden im Team

    • Raum für das unzensierte Schildern belastender Situationen

    • Entpathologisierung durch Austausch (z. B. Anspannung benennen dürfen)

    • Eigene Grenzen wahrnehmen und verbalisieren

    • Erlernen von Abgrenzungsstrategien

    • Selbstfürsorge im Teamkontext

    Rahmen

    • Inhouse-Coaching

    • Zeitumfang: nach Absprache

  • Traumasensibler Umgang mit Onlineviktimisierung

    Die Digitalisierung ist längst Teil aller Lebensbereiche geworden – und damit auch Teil der psychischen Realität vieler Patient*innen. Insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen, die neben Chancen auch erhebliche Risiken bergen. Diese Fortbildung setzt sich mit der klinischen Relevanz sogenannter Cybertraumata auseinander.

    Fachkräfte in Psychiatrie und Psychotherapie stehen zunehmend vor der Herausforderung, digitale Formen von Traumatisierung in ihrer Arbeit zu berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem Cybermobbing, Cybergrooming, Online-Belästigung sowie die Konfrontation mit extremen Inhalten wie Gewalt- oder Suizidvideos. Solche Erfahrungen können tiefgreifende Auswirkungen auf das emotionale Erleben, die soziale Entwicklung und die psychische Gesundheit haben. Nicht selten zeigen sich Symptome, die klassischen Traumafolgestörungen ähneln oder mit ihnen einhergehen.

    Diese Fortbildung vermittelt ein grundlegendes Verständnis dafür, wie digitale Traumatisierungen entstehen und wie sie sich äußern können. Ziel ist es, Fachkräften mehr Sicherheit im sensiblen Umgang mit Betroffenen zu geben und Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag zu entwickeln.

    Inhalte

    • Begriffsklärung: Was ist ein Cybertrauma und wie entsteht es?

    • Relevante digitale Risikofaktoren

    • Erscheinungsformen digitaler Traumatisierung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

    • Sensibler und traumasensibler Umgang mit Betroffenen im Alltag

    • Möglichkeiten der Unterstützung, Stabilisierung und Begleitung

    • Prävention und Gesprächsführung im digitalen Kontext

    Ziel der Fortbildung

    Ziel ist es, Fachkräften Orientierung und Handlungssicherheit im Umgang mit den Herausforderungen der digitalen Welt zu vermitteln. Im Fokus stehen Prävention, traumasensible Gesprächsführung sowie alltagsnahe Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.

ÜBER DIANA KONRADS

Diana Konrads

“Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen für dieses wichtige und hochaktuelle Thema zu sensibilisieren.”

 

Über mich

Nach über 16 Jahren Klinikerfahrung und 12 Jahren zusätzlicher Lehrtätigkeit habe ich im Frühjahr 2022 beschlossen, mich ausschließlich meinen deutschlandweiten Inhouse-Schulungen im Bereich Psychotraumatologie zu widmen –
getreu dem Motto: „Aus der Praxis für die Praxis.“

Diese Entscheidung war für mich eine bewusste und zugleich sehr persönliche. Die Arbeit mit Menschen in belastenden Lebenssituationen und die Unterstützung derjenigen, die sie begleiten, ist für mich nicht nur ein fachliches Anliegen, sondern eine Herzensangelegenheit. Traumasensible Arbeit bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und Menschen verlässlich zu begleiten – sowohl die Betroffenen als auch die Fachkräfte.

Seit vielen Jahren darf ich zahlreiche Kliniken und Einrichtungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern begleiten. Dass mir viele dieser Institutionen über einen langen Zeitraum ihr Vertrauen schenken, erlebe ich als besondere Wertschätzung und als Bestätigung meiner Arbeit.

Seit 2024 unterstütze ich als Supervisorin die Frauenforensik der LVR-Klinik Bedburg-Hau sowie weitere Bereiche und Abteilungen in unterschiedlichen Einrichtungen. Darüber hinaus wirke ich an der Entwicklung der S3-Leitlinien für PTBS mit. Diese Arbeit ermöglicht es mir, meine Erfahrung und mein Wissen auf einem breiteren Feld einzubringen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung fachlicher Standards in der Traumaarbeit zu leisten.

Besonders dankbar bin ich dafür, dass ich im Jahr 2025 ein gesamtes Team der Abt. Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LVR-Klinik Düsseldorf für eine traumapädagogische Grundhaltung sensibilisieren durfte und die Kolleg*innen nach mehreren Teamtagen auch weiterhin supervisorisch begleiten darf. Diese kontinuierliche Zusammenarbeit erlebe ich als sehr wertvoll und vertrauensvoll.

Außerdem bin ich als Dozentin Teil der ersten psychokardiologischen Fortbildung für Pflegende in Deutschland. Gemeinsam mit dem klinischen Betrieb in Trier und Völklingen sowie der Arbeitsgemeinschaft 30 für Psychosoziale Kardiologie bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie haben wir dieses innovative Weiterbildungsangebot entwickelt.
Ich freue mich sehr, auf diese Weise zur Schulung von Pflegekräften in der Prävention und Behandlung von Herzstress sowie zur Sensibilisierung für die psychosozialen Aspekte der Herzgesundheit beitragen zu dürfen.

In diesem Jahr bin ich zudem Jury-Mitglied des O-Mamori Awards. Die Auseinandersetzung mit Projekten, die Menschen stärken und schützen, empfinde ich als bereichernd und inspirierend – und als eine weitere Möglichkeit, meine Haltung und mein Engagement für traumasensible Arbeit einzubringen.

Ich begegne meiner Arbeit mit Verantwortung, Erfahrung und einer traumasensiblen Haltung.

Kontaktieren Sie mich

REFERENZEN

Auszug Empfehlungsschreiben

Alexianer Institut für Fort- und Weiterbildung Berlin & Münster

LVR Akademie für seelische Gesundheit

LVR-Klinik Mönchengladbach

LVR-Klinik Viersen

LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen

SHG Kliniken Sonnenberg

Kooperationen

Alexianer Institut für Fort- und Weiterbildung Berlin

Alexianer Institut für Fort- und Weiterbildung Münster

Alexianer Institut für Psychotraumatologie

Alexianer Aachen GmbH

Besondere Kinder e.V.

Bildungsinstitut der Barmherzigen Brüder Trier

Bildungszentrum Helios Standort Leipzig

Chancen-Horizont e.V.

Diakonie-Institut für berufliche Bildung

Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege

DRK Zentrum für Jugend & Inklusion Borken

Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH

Ev.Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn

Fliedner Krankenhaus Neunkirchen

Forensische Psychiatrie - LVR-Klinik Bedburg- Hau

FreyMuT Academy GmbH

Gesellschaft zur Förderung des HerzZentrums Saar e.V.

Heimstatt e.V. Bonn

Herz ohne Stress

Kaiserwerther Diakonie

Katharina Kasper ViaNobis GmbH

Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

LVR Akademie für seelische Gesundheit

LVR-Klinik Bedburg Hau

LVR-Universitätsklinikum Essen

LVR-Klinikum Düsseldorf

LVR-Klinik Langenfeld

LVR-Klinik Mönchengladbach

LVR-Klinik Viersen

LWL-Klinik Dortmund

LWL-Klinik Marl-Sinsen

LWL-Klinikum Marsberg

LWL-Universitätsklinik Hamm

LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen

Maria im Walde gGmbH

MediClin Klinik an der Lindenhöhe

NightCare e.V.

Rhein-Mosel-Akademie

schwerelos gUG Schulbegleitung-Integrationshilfe

SHG: Saarland Heilstätten

St.Marien-Hospital Borken - Klinikum Westmünsterland

Supervisionsleistungen für die LVR-Kliniken und den LVR-Verbund HPH

Universitätsklinikum Köln

Aktuelle Publikationen

Psychokardiologie für Pflegende REHA-Zentrum Seehof in Berlin-Teltow

Anmeldungen: pflegefortbildung@herz-ohne-stress.de

Der Workshop Psychokardiologie richtet sich an Pflegefachpersonen, die den engen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychischen Störungen verstehen und gezielt darauf reagieren möchten.

Sie lernen, psychische Komorbiditäten wie Depressionen frühzeitig zu erkennen und durch gezielte Interventionen, wie Atem- und Achtsamkeitsübungen, effektiv zu handeln. Stärken Sie Ihre Fähigkeiten und unterstützen Sie Ihre Patienten optimal!

  • Datum/Uhrzeit: Sa., 28.02.26 09:00 h – So., 01.03.26, ca. 16:00h

  • Zielgruppe: Pflegende in kardiologischen / herzchirurgischen Kliniken & Praxen

  • Veranstalter: Psychisch belastete Herzpatienten e. V.

  • Veranstaltungsort: REHA-Zentrum Seehof in Berlin Teltow

  • Teilnahmegebühren: 320 €

Einen Artikel des saarländischen Wochenspiegels über die Fortbildung finden Sie hier.